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1

Saturday, April 16th 2005, 4:07pm

Unterhaltsberechnung

Hallo,

haben heute eine Unterhaltsberechnung vom Gericht bekommen und meiner Meinung nach ist da etwas falsch. Der Richter geht von einem Netto von 2800,-- Euro durchschnittlich aus, davon zieht er 250,-- Euro Krankenkasse ab. Verbleiben 2550,-- Euro hier von rechnet er den Kindesunterhalt aus. Danach zieht er von den 2550,-- den KU ab und danach die 130,-- Euro, das ist der Krankenkassenbeitrag für die geschiedene Exfrau, da er meinen LG dazu verdonnert hat diesen zu zahlen. Muß dieser Beitrag von 130,-- Euro nicht auch schon beim KU abgezogen werden?

Gruß
euridike

2

Saturday, April 16th 2005, 7:23pm

Außerdem habe ich beim nachrechnen festgestellt, daß auch noch von einem falschen Netto ausgegangen wird. Da haben letzten Dienstag 4 Männer im Gericht gesessen. Der Anwalt meines LG, mein LG, der Richter und der Anwalt der Ex und haben das Netto meines LG ausgerechnet, weil ein Vergleich im Urteil steht. Alle vier sind von einem Netto von 2800,-- Euro ausgegangen. Ich habe heute das Urteil in die Hand bekommen und gesagt, das stimmt nicht. Und siehe da, als mein LG genau nachrechnete, hat er festgestellt, daß vergessen worden ist, die Arbeitslosenversicherung vom Brutto abzuziehen, was das Netto um gute 200,-- Euro erhöht. Was bedeutet, höher in der DT und höher im Unterhalt.

Kann man sich dagegen noch wehren, auch wenn das im Scheidungsurteil so drin steht. Denn es ist definitiv ein Rechenfehler. Das muß doch eigentlich korrigiert werden oder nicht.

Gruß
euridike

3

Saturday, April 16th 2005, 10:58pm

RE: Unterhaltsberechnung

hallo euridike, ich würde zwar auch so rechnen wie Du, Aber ist das Ergebnis so unterschiedlich ?

selbst wenn er deswegen beim KU 1 Stufe höher rutscht, spart er dann beim EU wieder ein.
[COLOR=#336666]mfg WB - für die Kontaktstelle Wiesbaden [/color]

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4

Sunday, April 17th 2005, 11:22am

Hallo Wolfgang,

aber dadurch, daß das Netto gute 200 Euro höher eingestuft wird, ist der EU auch dementsprechend höher. Also wenn man mit dem wirklichen durchschnittlichen NEtto rechnet, sprich mit Abzug der Arbeitslosenversicherung. Dann müßte mein LG zuzüglich des Krankenkassenbeitrag für seine Ex 1435,-- Euro zahlen, so muß er 1515 Euro zahlen, das macht schon einen Unterschied oder? Und durch das höhere Netto kommt er natürlich auch bei der DT eine STufe höher, was bei drei Kindern ein Betrag von 60,-- Euro ausmacht. Also, das mehrt sich dann schon, so daß fast 100 Euro mehr rauskommt, nur weil falsch gerechnet worden ist.

Meine Frage ist dann, kann man sich dagegen noch wehren?

Eine weitere Frage wäre, ab wann wäre denn IHR zuzumuten, ihre Krankenkasse selbst zu zahlen?

Gruß
euridike

5

Sunday, April 17th 2005, 6:13pm

hallo euridike, schau mal besser auf welchen Beitrag ich geantwortet habe !

Und auch Du solltest besser auf den "antworten" - Button des jeweiligen Beitrages klicken, damit man sehen kann auf welchen Beitrag Deine Antwort erfolgt.

Quoted

ab wann wäre denn IHR zuzumuten, ihre Krankenkasse selbst zu zahlen?

wenn sie eine versicherungspflichtige Arbeit aufnimmt.
[COLOR=#336666]mfg WB - für die Kontaktstelle Wiesbaden [/color]

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6

Sunday, April 17th 2005, 6:14pm

hallo euridike, da ist LG mit dabei + nicht in der Lage sein Netto richtig auszurechnen ?

ist die Unterhaltsberechnung ein Urteil oder ein Vergleich ?

im 1. Fall kann vorm OLG Einspruch eingelegt werden, im 2. allerdings dürfte es dabei bleiben, da er selbst mit dabei war.
[COLOR=#336666]mfg WB - für die Kontaktstelle Wiesbaden [/color]

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7

Sunday, April 17th 2005, 7:58pm

Hallo Wolfgang,

es ist ein Vergleich und er war mit dabei und deine Antwort habe ich befürchtet. Wobei das ganze jetzt ganz schnell ging, da die Gegenseite eine Härtefallscheidung beantragt hat. Er erfuhr Dienstags, daß er Dienstag drauf seinen Scheidungstermin hat. Da er an diesem WE sowieso bei seinen Kindern war (500 km weg), blieb er. Normalerweise hätte er noch nichteinmal eine Lohnbescheinigung dabei gehabt, nach dem sowohl Richter als auch Anwälte gerechnet haben. Diese Bescheinigung habe ich ihm gefaxt, da Freitags ein Schreiben vom Anwalt im Briefkasten war, daß er diese mitbringen sollte. Ist das nicht auch irgendwie ein Fehler von allen vieren gewesen. Denn alle vier haben diese Lohnbescheinigung in Händen gehabt und das Netto ausgerechnet und wenn dann 3 Fachmänner einem etwas vorrechnen, man als Laie dabeisteht, ersteinmal vielleicht Bahnhof versteht und zudem noch ziemlich aufgeregt ist, da man ja nicht ständig vor Gericht steht, dann kann einem so etwas schon passieren, da mache ich dann aber auch den Anwälten und dem Richter den Vorwurf, nicht richtig gerechnet zu haben. Oder sehe ich das falsch?

Gruß
euridike

8

Monday, April 18th 2005, 11:08am

Die Frage ist jetzt, wessen Fehler es ist das die AV nicht berücksichtigt wurde. Eventuell könnte man dann Schadenersatz vom Anwalt geltend machen, wenn der nachweislich fahrlässig zum Schaden seines Mandanten gehandelt hat. Aber ob da was bei rauskommt...?

9

Monday, April 18th 2005, 12:11pm

Ganz verstehe ich das nicht. Es ist doch offensichtlich, daß da ein Fehler ist, kann man da nicht einfach hergehen und der Richter reguliert den Vergleich mit den richtigen Zahlen?

Was bliebe einem denn ansonsten für eine Möglichkeit?

gruß
euridike

10

Monday, April 18th 2005, 12:46pm

Hallo euridike,

dann versuche ich Dir mal das mit dem "richtigen Antwort-Button" mit Bild zu erklären, denn mittlwerweile wird dieses Thema sehr unübersichtlich.

Der "richtige" Anwort-Button ist derjenige, der beim jeweiligen Beitrag in praktisch in der Titelzeile steht - Du hast vermutlich noch die Brettansicht gewählt und verstehst gar nicht, was wir meinen. Deshalb: Schalte Doch bitte auch in die Baumansicht, dann wird es Dir vermutlich klarer.

Ich hoffe, dass es das angehängte Bild lesbar ist und Du die entsprechenden Schaltflächen findest.

Gruß
rabma

PS: Bitte auf die verkleinerte Bildversion klicken, dann wird das Bild so groß, dass man es lesen kann
rabma has attached the following file:
rabma

This post has been edited 1 times, last edit by "rabma" (Apr 18th 2005, 12:47pm)


11

Monday, April 18th 2005, 1:18pm

Hallo rabma,

danke für den Hinweis, das ist mir gar nicht aufgefallen, für mich sah das alles ganz normal aus.

Ist das jetzt der richtige Button gewesen?

Gruß
euridike

12

Monday, April 18th 2005, 1:29pm

hi,
der KU hat Vorrang vor anderen UNterhaltspflichten, zumindest bei der Betragsermittlung.

Ausserdem dürfen Unterhaltsansprüche geringerer Priorität nicht zu Lasten höherer gehen.

Damit wäre die Berechnung des Richters meiner Meinung nach in Ordnung.
Er zieht den Bedarf des Kindes vor den Bedarf der Mutter (einschliesslich KK-Versicherung).

Gruss
sub omni canone =/ unter aller Kanone

13

Monday, April 18th 2005, 2:28pm

Hi,

da hast du vielleicht Recht, wobei ich mir da nicht so sicher bin, wenn ich folgendes lese:

Zitat:
"Minderjährige Kinder ohne Einkünfte besitzen keine eigene unterhaltsrechtlich relevante Lebensstellung im Sinne des § 1610 Abs. 2 BGB. Sie leiten ihre Lebensstellung vielmehr von derjenigen ihrer unterhaltspflichtigen Eltern ab. Wird das Kind von einem Elternteil versorgt und betreut und leistet der andere Teil Barunterhalt, so bestimmt sich die Lebensstellung des Kindes grundsätzlich nach den Einkommens- und Vermögensverhältnissen des barunterhaltspflichtigen Elternteils. Da der für die Unterhaltsbemessung maßgebliche Lebensstandard im wesentlichen durch tatsächlich vorhandene Mittel geprägt ist, richtet sich auch die abgeleitete Lebensstellung des Kindes nach diesen Verhältnissen." BGH, Urteil vom 06.02.2002 - Aktenzeichen XII ZR 20/00

Das könnte man auch anders verstehen.

Gruß
euridike

14

Monday, April 18th 2005, 3:19pm

Hi,

War die Krankenversicherung für die Mutter auch während der Ehe vorhanden?

Das wäre dann eheprägend und dann wäre die KKV auch bisher für den Bedarf des Kindes massgeblich.

Andererseits zählt die Krankenversicherung zum Unterhaltsbedarf der Mutter hinzu.

Ich kann es dir nicht beantworten und bin gespannt, wie es in den Leitlinien des Oberlandesgerichtes steht... welches wäre denn zuständig?

Gruss
sub omni canone =/ unter aller Kanone

15

Monday, April 18th 2005, 5:06pm

tja euridike, zuerst schaue ich immer wo mein Fehler lag bevor ich andere des Fehlers machen bezichtige. Und ich bin nun mal der Meinung daß ich doch am besten wissen muß wieviel ich Netto bekomme. Das ist ja auch das was wir vom ISUV erreichen wollen: daß die Betroffenen in die Lage versetzt werden sich selbst einzubringen, selbst mitreden zu können. Wenner nur dabei sitzt und abnickt was die "Experten" beschließen ... dazu braucher nicht dabei sein.

Quoted

Wobei das ganze jetzt ganz schnell ging, da die Gegenseite eine Härtefallscheidung beantragt hat.

dann kann man auch abtrennen.

Quoted

Er erfuhr Dienstags, daß er Dienstag drauf seinen Scheidungstermin hat.

Aber egal, es war ja 1 Woche Zeit sich vorzubereiten, selbst auszurechnen. Da hätte er alles parat haben können, und mit der Berechnung der "Experten" vergleichen können. Dann wäre der Fehler eher aufgefallen.

Quoted

Normalerweise hätte er noch nichteinmal eine Lohnbescheinigung dabei gehabt,

wenn ich weis daß ich zu einer Gerichtsverhandlung gehe habe ich alles dazu dabei. Das sollte doch selbstverständlich sein.

ein Vergleich ist im Gegensatz zu Urteil nicht anfechtbar. Deshalb warnen wir immer in den Foren davor ! Das solltest Du wissen, so lange wie Du dabei bist. Da muß man doppelt aufpassen wenn man doch weis daß es darauf hinaus läuft.

Quoted

Oder sehe ich das falsch?

das scheint Deine Lieblingsfrage zu sein. Die Antwort lautet: ja, total. Jedesmal. Denn Du siehst immer, überall nur (s)eine Seite, bist total darauf fixiert.
[COLOR=#336666]mfg WB - für die Kontaktstelle Wiesbaden [/color]

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